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Oh Tannenbaum

Ein X-MASMR von Dr. Sound

Du bist noch nicht in Weihnachtsstimmung? Dann hör‘ dir hier das X-MASMR Oh Tannenbaum von Dr. Sound an: ein Roleplay-ASMR in dem DU der Tannenbaum🎄 bist, der weihnachtlich geschmückt wird, und in dem es auf und unter deiner ›Tannenbaum-Haut‹ kribbelt. Dabei erfährst du, dass auch Tannenbäume empfindsam sind😉. Darum: lasst die Tannenbäume da in der Erde stehen, wo sie stehen, z.B. im Wald, und schmückt und ehrt sie dort🌲🌲🎄🌲🌲

Oh Tannenbaum, ein X-MASMR von Dr. Sound (binaurales Stereo)

Mit diesem soundpraktischen Weihnachts-Special☃️ wünsche ich viel Fröhlichkeit allerseits, verabschiede mich von euch für dieses Jahr 2025, und freue mich auf viiieeeeeel Sound-Spaß🤩 zusammen mit euch im neuen Jahr🥳🔊

Studio-Produktion

Mir ging es bei dieser Produktion darum, einmal ein ASMR nicht zu performen, sondern im Studio zu produzieren, von der Aufnahme über das Schneiden bis hin zur Verräumlichung im 360° Klangfeld. Und es ging mir dabei darum, zu erleben, wie ASMR als Hörspiel gedacht viel Kreativität freisetzen kann. Von daher: Macht doch einfach ein ASMR-Medienprojekt🤩, es macht so viel Spaß😃!

Dieses Roleplay-ASMR habe ich in 3D-Audio (Ambisonics 1st Order) produziert🤓, d.h. ich habe im Studio die Stimme (Text und Mouth-Sounds) und die SoundFX in Mono aufgenommen (mit einem AKG C414 mit der Richtcharakteristik Hyperniere) und in der Postproduktion in einem 360° Klangfeld verräumlicht, das hier als binaurales Stereo (funktioniert nur mit Kopfhörern!) gehört werden kann – oder im Klangdom👍.

Aufnahme-Setup

Aufgenommen habe ich in 32 Bit Float auf einem MixPre 3 II von SoundDevices, da ich nicht ständig den Eingangspegel regeln wollte und es beim ASMR sowieso unvorherhörbare Lautstärken gibt – kein Problem mit der neuen Aufnahmetechnologie.

Hier seht ihr das Setup im Studio vor und nach der Aufnahme-Session: ich war voll im Flow, wie zu sehen.

ASMR-Instrumente

Sich von Klängen ›anfassen‹ lassen

Manche Klänge fassen uns an und das nicht nur im übertragenen Sinne, sondern ganz ›hand[klang]greiflich‹, vor allem dann, wenn diese in unmittelbarer Nähe zu unserem Ohr erklingen.

Im Fall von Autonomous Sensory Meridian Response (ASMR) erfassen uns ganz nah am Mikrofon aufgenommene Klänge, die unsere Kopfhaut in eine elektrisierte Mikrofonmembran verwandeln:

Dabei handelt es sich um eine taktile Sensation, die sich vor allem als Kribbeln der Haut äußert, manchmal verbunden mit einem angenehmen Druck- und Wärmegefühl, welches meist am Hinterkopf beginnt und sich dann über den gesamten Rücken und bei manchen auch bis über die Arme ausbreiten kann.

Sonja Kirschall: Touching Sounds (2014)1

In der Lehrveranstaltung All about Sound (Sound Studies-Seminar, Ltg. Alan Fabian) haben wir uns im SoSe 2024 mit ASMR wissenschaftlich und soundpraktisch beschäftigt.

Mit den Sound Performances hier in den beiden ›Sound-Videos‹ kommen zwei verschiedene Herangehensarten von ASMR zu Gehör: die einen ASMRtists stellen die ›narrative‹ ›Art‹ vor und die anderen ASMRtists die ›technisch-ästhetische‹, bei der »auch Geräusche, Klänge und Töne allein und ohne narrativen Inhalt als Auslöser der gewünschten Empfindung dienen können.«2

ASMR narrativ: Gewitter am See?
ASMR technisch-ästhetisch: Salzgestreue?
  1. Kirschall. Touching Sounds. ASMR-Videos als akustisch teletaktile Medien. In Klänge, Musik und Soundscapes: Jahrbuch Immersiver Medien, 2014, S. 19–32. ↩︎
  2. Ebd. S. 23 ↩︎