Studierende präsentierten Point-and-Click Adventure beim 1. Z.DB Demo Day

In Erlangen trafen sich am 05. November 2018  neun studentische Teams der Innovationslabore zum 1. Demo Day und stellten ihre Projekte vor.

Der Tag begann mit einen Storytelling-Workshop der Digital Tech Academy in Erlangen, bei dem die Studierenden ihr Projekt mit Hilfe des Märchens vom Rotkäppchen beschreiben sollten. Eine letzte Gelegenheit sicheres Auftreten zu üben und sich über die USP des eigenen Projektes klar zu werden, bevor am Nachmittag die Präsentation vor einer Fachjury anstand. Zwischendruch gab es noch eine Runde, bei der sich die Studierenden gegenseitig ihre Projekte präsentierten. Mehr zu allen teilnehmenden Projekten, wie den Smarten-Tüschilder oder einer VR-Trainingssimulationen zur Unterstützung von Physiotherapie, gibt es hier.

Das bayreuther Team hatte das Point-and-Click Adventure „Children of Boreas“ im Gepäck. Es entstand im Rahmen eines Semesterprojektes unter Einsatz des agilen Projektframeworks SCRUM. Das Spiel um die Entschlüsselung seltsamer Symbole im boreanischen Hochgebirge enthält spannende Puzzles, Mini-Games, tausende Textanzeigen, ein intuitives Steuerungssystem und bietet jede Menge klassischen Adventure-Humor und einen eigens komponierten Soundtrack – ganz zu schweigen von einigen verrückten Alpakas. Das Spiel umfasst drei Kapitel und hat eine Gesamtspielzeit von 3-5 Stunden.

Sebastian Kühn, Josef Buchner, Lisa Graf, Carla Sticker, Natascha Steinert, Ulrich Christian Merckens und Andreas Moder zeigen mit „Children of Boreas“, wie durch die Verbindung von Kreativität, agiler Softwareentwicklung und künstlerischem sowie technischem Know-How ein ästhetisch wie inhaltlich überzeugendes Projekt entstehen kann; und das innerhalb nur eines Semesters.

Exkursion ins Deutsche Spielearchiv und Spielzeugmuseum Nürnberg

Ganz im Zeichen des analogen Spiels stand die Exkursion nach Nürnberg am 15. Juli 2018. Studierende besuchten das Deutsche Spielearchiv, welches zunächst auf Grund seiner Unterbringung in der ehemaligen Stadtbibliothek auffiel. Der zum Teil erhaltene Rennaissance-Bau wurde in den 1950er Jahren umgebaut und als Stadtbibliothek genutzt. Deren Scharm längst vergangener Zeit ist noch immer im alten Lesesaal zu spüren, in dem heute einige ältere Spiele ausgestellt werden. Der Rest der Sammlung, die etwa 30.000 Gesellschaftsspiele umfasst, lagert gut sortiert in den Bücherregalen des Depots, in das die Studierenden einen Blick werfen durften.

Im Zentrum des Besuchs stand allerdings die Sichtung von aktuellen Brett- und Kartenspielen zu den Themen Monster und Rätsel, denn mit dem Monströsen beschäftigen sich die Studierenden der Medienwissenschaft dieses Semester in verschiedenen Seminaren und Vorlesungen. Für die studentischen Spieleforscher war es außerdem besonders nützlich, dass die Gesellschaftsspiele gleich vor Ort gespielt werden konnten, denn Spiele erschließen sich erst durch Spielen.

Im Anschluss besuchte die Gruppe noch die Dauerausstellung des Spielzeugmuseums. Ausgestellt werden dort Spielzeuge der letzten 200 Jahre von Puppenhäusern und Zinnfiguren bis Baukästen und Tamagotchi. Die Studierenden bekamen so einen Einblick in die Veränderung des kindlichen Spiels und von Erziehungsvorstellungen seit dem 19. Jahrhundert.

Workshop zu Games in der Lehre in Erlangen

Der Workshop Meta-Gaming 2.0 – Lehrkonzepte in den medienwissenschaftlichen Game Studies fand am 09. und 10. März am Institut für Theater- und Medienwissenschaft der Friedrich-Alexander-Universität in Erlangen statt. Es nahmen etwa 30 Lehrende und Studierende teil. Ziel des Workshops war es einen Überblick über Computerspiele in der (medienwissenschaftlichen) Hochschullehre zu gewinnen und Lehrende besser zu vernetzen.

In acht Vorträgen stellten Lehrende von verschiedenen Universitäten ihre Lehrveranstaltungen vor und thematisierten wie Computerspiele an der jeweiligen Universität im institutionalen Kontext verortet sind, welche Ausstattung zur Verfügung steht und welche Kooperationen mit anderen Einrichtungen der Universität bestehen. Sie thematisierten Probleme und zeigten Lösungsansätze auf. Dabei ging es in vielen Vorträgen darum wie Computerspiele in klassische Seminarkontexte einbezogen werden können oder Studierenden der Zugang zum Material auch außerhalb des Seminars ermöglicht werden kann oder wie sich bei Studierenden Vorbehalte und Berührungsängste abbauen lassen.

Die Vertreter aus Bayreuth zeigten wie in Bayreuth Computerspiele im Curriculum verankert sind und Game Studies gelehrt werden. Außerdem präsentierten sie, wie sich SCRUM in der Lehre nutzen lässt, sodass Studierende eigene Spielprojekte umsetzen können.

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