M.A. Literatur und Medien: Modul M 2a

TEILNEHMERBEGRENZUNG ! Anmeldung bis spätestens 31.10.2011 via Mail an: medienwissenschaft@uni-bayreuth.deHS, 2 SWS. Blockveranstaltung nach besonderer Ankündigung. in Raum:
Christen

Die Anschläge vom 11. September 2001 haben uns neben den bekannten realpolitischen Konsequenzen auch eine Fülle von „Reel Bad Arabs“ (Jack Shaheen), von ethnisch stereotypisierten Bildschirm- und Leinwandbösewichten beschert, ob in Ion Favreaus IRON MAN oder der TV-Serie 24. Die einschlägige Tradition der medialen Stereotypisierung reicht jedoch historisch sehr viel weiter zurück. Sie ist Teil jenes machtvollen Diskurses, mit dem es nach Edward Said „der europäischen Kultur in nachaufklärerischer Zeit gelang, den Orient gesellschaftlich, politisch, militärisch, ideologisch, wissenschaftlich und künstlerisch zu vereinnahmen“ (S. 11f.). Ausgehend von Saids Begriff des Orientalismus und den Debatten, die er ausgelöst hat, werden wir film- und fernsehgeschichtlich der Frage nachgehen, wie Orientbilder medial konstruiert werden.