M.A. Literatur und Medien: M 2 a) und M 2 b)

Beginn: 20.10.2010

HS, 2 SWS. Mittwoch, 14.00 – 16.00 Uhr in Raum: S 18 (GSP)
Linhardt

Im 20. und 21. Jahrhundert wurde und wird die Wahrnehmung von „Stadt“ zunehmend vom Phänomen der Metropolenkonkurrenz und des entsprechenden Stadtmarketing bestimmt. Städte „inszenieren“ sich, sie werden mit „Labels“ versehen, die gleichermaßen nach außen wie nach innen wirken (sollen): ersteres, um die Standortattraktivität für Touristen, aber auch für potenzielle Investoren herauszustellen, letzteres nicht zuletzt, um Identität zu stiften. Auffallend ist, dass für aktuelle „Inszenierungen“ von Städten häufig Deutungsmuster herangezogen werden, die eine sehr lange Tradition besitzen und im Laufe der Jahrzehnte und Jahrhunderte ihrerseits in unterschiedlicher Weise gedeutet wurden. Das naheliegendste Beispiel hierfür ist zweifellos die „Inszenierung“ Wiens als „Musik- und Theaterstadt“.

Wir wollen im Seminar anhand unterschiedlicher Städte und historischer Konstellationen der Frage nachgehen, wie visuelle und audiovisuelle Medien, Literatur und Publizistik Bilder von Städten erzeugen und damit die Wahrnehmung der jeweiligen Stadt präformieren.

Zu Beginn des Semesters wird eine Literaturliste zur Verfügung gestellt. Literatur außerdem im Semesterapparat.