M.A. Literatur und Medien: Modul M 2 a)

Beginn: 21.10.2010

PS, 2 SWS. Donnerstag, 14.00 – 16.00 Uhr in Raum: Hörsaal 2 (GSP)

Medien rücken immer weiter zusammen und greifen sich gegenseitig auf: In Fernsehbeiträgen wird über Fankampagnen berichtet, die sich nur online in Netzwerken wie Twitter abspielen, und auf Internetportalen werden Fernsehsendungen diskutiert und Vorschläge zu deren inhaltlicher Gestaltung versammelt. Der Zuschauer hat somit nicht mehr nur die Fernbedienung als Instrument, mit dem er über Aufstieg oder Fall einer Sendung entscheiden kann, denn neben Einschaltquoten spielen auch Klickzahlen im Web zunehmend eine Rolle, wenn es darum geht, die Wirtschaftlichkeit einer Fernsehsendung zu ermitteln. Die Veranstaltung geht der Frage nach, welche Optionen das Internet bietet, um neben den inhaltlichen Wünschen der Zuschauer auch generell den Erfolg und die Popularität bestimmter Fernsehsendungen messen zu können, wobei das Engagement von Fangruppen (etwa mittels Protestkampagnen) ein zentraler und relevanter Punkt sein wird. Durch die Analyse der kulturellen Hintergründe, die überhaupt dafür verantwortlich sind, dass sich Fernsehserien auch nach ihrer Erstausstrahlung großer Beliebtheit erfreuen, soll so am Ende ein vielschichtiges Bild des Rezipienten entstehen, der heutzutage aktiv an der Gestaltung von TV-Inhalten teilnimmt.