Die Vorlesung heißt »Geschichte und Ästhetik von Film, Fernsehen und Neuen Medien«. Es wurden historische und ästhetische Themen behandelt und entsprechend in der Klausur gefordert:

Analysieren Sie den gezeigten Spielausschnitt unter mindestens zwei der in der Vorlesung behandelten medienästhetischen Gesichtspunkten und ordnen Sie das Spiel historisch ein.

Der Schwerpunkt lag dabei auf ästhetischen Gesichtspunkten, zu denen jeweils zwei Teilfrage beantwortet werden mussten, die historische Einordnung war die dritte Teilfrage. Ursprünglich war geplant, jede der drei Teilfragen mit bis zu 5 Punkten zu bewerten, insgesamt sollten also 3*5 = 15 Punkte pro Teilklausur erreichbar sein.

Nachdem die historische Einordnung systematisch außer acht gelassen wurde, habe ich die Bewertung auf 2 Punkte zuurück genommen. Insgesamt konnten somit 12 Punkte pro Teilklausur erreicht werden.

Das Bewertungsschema, d.h. die zu vergebenen Punkte orientiert sich dabei an der von John Biggs vorgeschlagenen SOLO-Taxonomie, die u.a. in dem Film »Teaching teaching, understanding understanding« vorgestellt werden (Teil 2 ab min. 3:14):

  1. Pres-Structural: no understanding, irrelevant information, misses the point
  2. Unistructural: on relevant aspect: identify, do procedure, to recite
  3. Multistrucural level several aspects, but considered independently: classify, combine, enumerate
  4. Relational link and integrate, conclusion: relate, compare, analyse
  5. Extended abstract generalize, hypothize, theorize

Eine bloße Aufzählung bzw. das reine Abhaken formalästhetischer Merkmale aus den geofrderten 2 Gesichtspunkten wird demnach mit 2*3 Punkten bewertet. Gleiches gilt für das Herauspicken einiger Mermale aus mehrals zwei Gesichtspunkten, für die zusammen 6 Punkte vergeben wurden. Ohne historische Anmerkungen führt das zu 12 Punkten, mithin zur Hälfte der möglichen Gesamtpunktzahl.

Eine einigermaßen solide historischen Einbettung resultiert zu 4 weiteren Punkten und im Endergebnis zu mehr als 1 Note Unterschied.