{"id":180,"date":"2017-10-17T16:05:31","date_gmt":"2017-10-17T14:05:31","guid":{"rendered":"https:\/\/medienwissenschaft.uni-bayreuth.de\/inik\/?page_id=180"},"modified":"2017-10-17T16:05:31","modified_gmt":"2017-10-17T14:05:31","slug":"audiobearbeitung","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/medienwissenschaft.uni-bayreuth.de\/inik\/entwuerfe\/audiobearbeitung\/","title":{"rendered":"Audiobearbeitung"},"content":{"rendered":"<div>\n<p><a href=\"\/inik\/entwuerfe\/audiobearbeitung\/digitales-audio-im-kontext\/\">Digitales Audio im Kontext<\/a><\/p>\n<\/div>\n<h2>Leitfrage des Kontextes und Ziele<\/h2>\n<p>Mobile Media-Player geh\u00f6ren zur Standardausstattung von Sch\u00fclern. Sie wissen, wie sie Audio-Dateien abspielen. Wie aber entsteht so eine Datei und welche Arbeitsschritte sind daf\u00fcr notwendig?<\/p>\n<p>Die Unterrichtseinheit \u00bbWir machen eine Nachrichtensendung\u00ab will<\/p>\n<ul>\n<li>Grundlagen der Audiobearbeitung vorstellen<\/li>\n<li>MP3 als Kompressionsverfahren in Grundz\u00fcgen erkl\u00e4ren<\/li>\n<li>F\u00fcr Pers\u00f6nlichkeits- und Eigentumsrechte sensibilisieren<\/li>\n<li>Die kritische Urteilskraft im Umgang mit Audio-Medien sch\u00e4rfen.<\/li>\n<\/ul>\n<div>\n<p><a href=\"\/inik\/entwuerfe\/audiobearbeitung\/bezuege\/\">Bezug zu den Grunds\u00e4tzen und Standards<\/a><\/p>\n<\/div>\n<h2>Hintergrundmaterial<\/h2>\n<p><a href=\"http:\/\/waste.informatik.hu-berlin.de\/lehre\/ws0708\/VL_DigitaleMedien\/mitschnitte.html\">Digitale Medien<br \/>\n<\/a><\/p>\n<div>\nDigitale Speicher<br \/>\n<a href=\"http:\/\/waste.informatik.hu-berlin.de\/lehre\/ws0708\/VL_DigitaleMedien\/mitschnitte.html\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/waste.informatik.hu-berlin.de\/lehre\/ws0708\/VL_DigitaleMedien\/Vorschaubilder\/vl14.png\" alt=\"Vorschaubild zur Vorlesung Digitale Speicher\" \/><\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/waste.informatik.hu-berlin.de\/lehre\/ws0708\/VL_DigitaleMedien\/14_Digitale_Speicher.PDF\">PDF<\/a> | <a href=\"http:\/\/waste.informatik.hu-berlin.de\/lehre\/ws0708\/VL_DigitaleMedien\/14_Digitale_Speicher.MP3\">MP3<\/a><\/div>\n<div>\nAkustik<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/waste.informatik.hu-berlin.de\/lehre\/ws0708\/VL_DigitaleMedien\/mitschnitte.html\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/waste.informatik.hu-berlin.de\/lehre\/ws0708\/VL_DigitaleMedien\/Vorschaubilder\/vl22.png\" alt=\"Vorschaubild zur Vorlesung Akustik\" \/><\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/waste.informatik.hu-berlin.de\/lehre\/ws0708\/VL_DigitaleMedien\/22_Akustik.PDF\">PDF<\/a> | <a href=\"http:\/\/waste.informatik.hu-berlin.de\/lehre\/ws0708\/VL_DigitaleMedien\/22_Akustik.MP3\">MP3<\/a><\/div>\n<div>\nDigitale Tonspeicher<br \/>\n<a href=\"http:\/\/waste.informatik.hu-berlin.de\/lehre\/ws0708\/VL_DigitaleMedien\/mitschnitte.html\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/waste.informatik.hu-berlin.de\/lehre\/ws0708\/VL_DigitaleMedien\/Vorschaubilder\/vl24.png\" alt=\"Vorschaubild zur Vorlesung Digitale Tonspeicher\" \/><\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/waste.informatik.hu-berlin.de\/lehre\/ws0708\/VL_DigitaleMedien\/24_Digitale_Tonspeicher.PDF\">PDF<\/a> | <a href=\"http:\/\/waste.informatik.hu-berlin.de\/lehre\/ws0708\/VL_DigitaleMedien\/21_Digitale_Tonspeicher.MP3\">MP3<\/a><\/div>\n<div>\nEigentum<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/waste.informatik.hu-berlin.de\/Lehre\/ss07\/IuIG\/mitschnitte.html\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/waste.informatik.hu-berlin.de\/Lehre\/ss07\/IuIG\/Vorschaubilder\/vl17.png\" alt=\"Vorschaubild zur Vorlesung Eigentum\" \/><\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/waste.informatik.hu-berlin.de\/Lehre\/ss07\/IuIG\/Vorlesungen\/17_Eigentum.pdf\">PDF<\/a> | <a href=\"http:\/\/waste.informatik.hu-berlin.de\/Lehre\/ss07\/IuIG\/Vorlesungen\/17_Eigentum.mp3\">MP3<\/a><\/div>\n<div><\/div>\n<h2>Begegnungsphase<\/h2>\n<p>In der Begegnungsphase wird die Unterrichtseinheit im Kontext vorgestellt.<\/p>\n<p><strong>Begegnung 1: Open Culture<br \/>\n<\/strong>Der Lehrer f\u00fchrt Beispiele f\u00fcr freie Musik, Audioproduktionen, Podcasts und Netlabels vor. Die Sch\u00fcler sollen \u00fcberlegen, was sie produzieren m\u00f6chten. Beispiele sind eine Nachrichtensendungen bzw. ein Podcast \u00fcber die Schule oder \u00fcber ihre Stadt.<\/p>\n<p><strong>Begegnung 2: Das kritische Ohr<br \/>\n<\/strong>Der Lehrer pr\u00e4sentiert Audioaufnahmen in verschiedener Qualit\u00e4t, darunter welche, die mit zu geringer Lautst\u00e4rke, mit starkem Rauschen, mit Brummschleife, mit Kompressionsartefakten erzeugt wurden. Die Sch\u00fcler sollen die Qualit\u00e4t beurteilen.<\/p>\n<p><strong>Begegnung 3: Die gescheiterte Vorf\u00fchrung<\/strong><br \/>\nDer Lehrer macht eine Audio-Aufnahme von der Vorstellung der Unterrichtseinheit, konvertiert sie in MP3 und ver\u00f6ffentlicht sie auf der Kurs-Webseite. Beim Abspielen klingt die Datei dumpf.<\/p>\n<p><strong>M\u00f6gliche Sch\u00fclerfragen<\/strong><br \/>\nWarum ist die Aufnahme schlecht geworden?<br \/>\nWie kann man sie besser machen?<br \/>\nWas passiert eigentlich bei der Konvertierung in MP3?<br \/>\nWie kann ich Musik von meiner CD konvertieren?<br \/>\nWas muss ich bei digitaler Musik beachten?<\/p>\n<h2>Neugier- und Planungsphase<\/h2>\n<p>In dieser Phase wird die Unterrichtseinheit mit den Sch\u00fclern gegliedert. Ziel sollte sein, eine eigene Audio-Produktion zu machen. Das kann eine Nachrichtensendung zum Schulalltag sein, je nach L\u00e4nge der Einheit kann aber auch ein umfangreicheres Projekt geplant werden.<br \/>\nDie Gliederung kann in Rekonstrukion der Lehrer-Demonstration dem Ablauf einer Audio-Produktion folgen.<\/p>\n<h2>Erarbeitungsphase<\/h2>\n<p>Zumindest die folgenden Themen m\u00fcssen bearbeitet werden. Die Klasse teilt sich dazu in Arbeitsgruppen, die den Auftrag bekommen, Informationen zu ihren Themen zu recherchieren, zu verstehen und im Anschluss ihren Mitsch\u00fclern vorzustellen.<\/p>\n<h3>1. Wie funktioniert ein Mikrofon? (Webquest)<\/h3>\n<p>Dieser Abschnitt kann je nach Interesse der Sch\u00fcler zu einer eigenen Unterrichtseinheit \u00fcber die Elektrodynamik g\u00e4ngiger Mikrofontypen ausgebaut werden. Um den Focus auf informatische Inhalte zu behalten, kann dies auch in Kooperation mit dem Physikunterricht erfolgen.<\/p>\n<p>Es sind unterschiedliche Grade an fach\u00fcbergreifendem Arbeiten denkbar.<\/p>\n<ul>\n<li>Wenn eine physikalische Vertiefung erw\u00fcnscht ist, k\u00f6nnten die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler einfache <a href=\"\/inik\/material\/Bilder\/ArbeitsblattMikrofonmodelle.pdf\">Mikrofonmodelle<\/a> (Kohlemikrofon, dynamisches Mikrofon) selbst bauen und ausprobieren. Ein entsprechender Unterrichtsentwurf ist im Anhang zu finden.<\/li>\n<li>Als Schritt vor dem Einsatz von Audacity k\u00f6nnte es sinnvoll sein, ein Mikrofon an ein Oszilloskop anzuschlie\u00dfen, um zu verdeutlichen, dass ein Mikrofon Audiosignale in Spannungs\u00e4nderungen umsetzt. Dabei wird ein Audiodokument gespeichert.<\/li>\n<li>Der gespeicherte Audio-Schnipsel wird mit Audacity visualisiert (Demonstration). Die SuS vergleichen mit der Anzeige des Oszilloskops.<\/li>\n<\/ul>\n<h3>2. Wie kommt das Audiosignal des Mikrofons in den Rechner?<\/h3>\n<p><a href=\"\/inik\/material\/Bilder\/Webquest_Digitalisierung.pdf\">Webquest: Bitraten, Sampling-Rate<\/a><\/p>\n<h3>3. Wie werden die Audiodaten im Rechner verarbeitet?<\/h3>\n<p><a href=\"\/inik\/material\/Bilder\/Webquest_Audacity.pdf\">Webquest: Audacitiy<\/a><\/p>\n<h3>4. Wie wird die bearbeitete Datei gespeichert?<\/h3>\n<div>\n<p><a href=\"\/inik\/entwuerfe\/audiobearbeitung\/so-funktioniert-mp3\/\">So funktioniert MP3<\/a><\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a href=\"\/inik\/entwuerfe\/audiobearbeitung\/schallverarbeitung-im-ohr\/\">Schallverarbeitung im Ohr<\/a><\/p>\n<\/div>\n<h3>5. Welche Regeln gibt es zu beachten?<\/h3>\n<p>Das Arbeitsblatt <em>Urheber- und Pers\u00f6nlichkeitsrechte<\/em> behandelt grundlegende Fragen im Umgang mit dem Recht auf das eigene Wort und den Eigentumsinteressen kommerzieller Musikanbieter. M\u00f6gliche Fortsetzungen sind Unterrichtseinheiten zu <em>Open Content und Open Culture<\/em>, zu <em>Creative Commons <\/em>und<\/p>\n<h3>6. Projektdurchf\u00fchrung<\/h3>\n<p>Anschlie\u00dfend werden die folgenden Schritte durch gef\u00fchrt. Hierf\u00fcr sollte ausreichend Zeit eingeplant werden.<\/p>\n<p><strong>Vorbereiten (Aufstellen und Einstellen von Hard- und Software)<br \/>\n<\/strong>Das Wissen \u00fcber Aufbau und Funktionsweise von Mikrofonen hilft bei der geeigneten Wahl des Standorts. Kenntnisse zu Bitraten und Samplingraten kommen bei der Konfiguration der Audiosoftware zum Einsatz.<\/p>\n<p><strong>Aufnehmen (Proben und Einsprechen)<\/strong><\/p>\n<p><strong>Verarbeiten (Schneiden, Mischen, Filtern)<\/strong><br \/>\nSoftware der Wahl ist Audacity, mit der grundlegende Operationen der Audeobearbeitung durchgef\u00fchrt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>Exportieren (MP3-Parameter einstellen)<br \/>\n<\/strong>Der in Audacity integrierte LAME-Encoder erlaubt detaillierte Einstellung der Kompressionsparameter.<\/p>\n<h2>Vertiefungsphase<\/h2>\n<p>Je nach Kenntnisstand k\u00f6nnen die Themen vertieft werden:<\/p>\n<ul>\n<li>Wie funktioniert MP3? falls die Beschreibung des Kompressionsverfahrens im Projekt vor lauter operativer Kompetenz nicht behandelt wurde.<\/li>\n<li>Wie funktioniert das Geh\u00f6r? Das psychoakustische Modell kann nur verstehen, wer versthet, wie Schall im Ohr verarbeitet wird.<\/li>\n<li>Huffman-Codierung: W\u00e4hrend MP3 eine Relevanz-Codierung ist, bei der f\u00fcr unwichtig erachtete Inhalte entfernt werden, dient die nachgeschaltete Huffman-Codierung der Redundanz-Komprimierung, um m\u00f6glichst viel Platz zu sparen. Jetzt, wo der Sinn gesehen wird, \u00f6ffnen sich Einstiege in Kompressions- und Codieralgorithmen. Ein interessanter Einstieg ist die Frage, wie man sein Zimmer aufr\u00e4umt. Man kann redundanten Platz schaffen, indem Dinge zusammen gestellt werden (Redundnazkompression) und man kann unn\u00fctze Dinge wegwerfen (Relevanzkompression).<\/li>\n<li>DRM und kryptografische H\u00fcllen.<\/li>\n<li>Digitale Wasserzeichen und Steganografie.<\/li>\n<li>Tagging und Cover mit iTunes. Die fertige Datei kann mit Zusatzinformationen angereichert werden.<\/li>\n<li>Ver\u00f6ffentlichung auf der Homepage. Hier geht es in Richtung Webdesign.<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Vernetzungsphase<\/h2>\n<h3>Dekontextualisierung und Rekontextualisierung<\/h3>\n<p>Im Projekt werden Kompetenzen der Bildungsstandards gest\u00e4rkt.<br \/>\nDiese Kompetenzen k\u00f6nnen in anderen Kontexten ebenfalls zum Einsatz kommen.<\/p>\n<h2>Evaluation<\/h2>\n<div>\n<p><a href=\"\/inik\/entwuerfe\/audiobearbeitung\/auswerten-der-unterrichtseinheit\/\">Auswerten der Unterrichtseinheit<\/a><\/p>\n<\/div>\n<h2>Verkn\u00fcpfung<\/h2>\n<p>Bei geeigneter F\u00e4cherkombination oder Kooperation bieten sich folgende Verkn\u00fcpfungen an:<\/p>\n<p>Biologie: Physiologie des Ohres<br \/>\nPhysik: Elektronik und Akustik<br \/>\nDeutsch: Lesekompetenz<br \/>\nMusik: Inhalte der Aufnahme<br \/>\nMathematik: Platzverbrauch und Kompressionsbedarf<\/p>\n<h2>Projektionen auf Dimensionen der Informatik<\/h2>\n<p>Informationstechnik: Kompression, Codierung, Kryptografie<br \/>\nInformationsmathematik: MDCT, Codierungstheorie, Asymmetrische Verschl\u00fcsselung<br \/>\nInformationsgeschichte: Geschichte der Tonaufzeichnung<br \/>\nInformationsrecht: Eigentumsrechte, Pers\u00f6nlichkeitsrechte<br \/>\nInformationsethik: Vertrauen in und Verf\u00e4lschung von digitalen Tonaufnahmen<br \/>\nInformations\u00f6konomie: Wirtschafaktor Digitale Musik, Open Music, Creative Commons<br \/>\nInformations\u00f6kologie: Elektroschrott: From iPod to iWaste<br \/>\nInformations\u00e4sthetik: Gestaltung digitaler Audio-Medien<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Digitales Audio im Kontext Leitfrage des Kontextes und Ziele Mobile Media-Player geh\u00f6ren zur Standardausstattung von Sch\u00fclern. 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